Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg pro Doppelresidenz

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft nimmt Stellung:

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft Salzburg spricht sich aufgrund der positiven wissenschaftlichen Erkenntnisse und der Empfehlung der Europäischen Versammlung dafür aus, Eltern das Modell der Doppelresidenz zu eröffnen, indem es gesetzlich implementiert wird.

Zitat: „Aus langjähriger Erfahrung der Kinder- und JugendanwältInnen und der Kinderbeistände kann angemerkt werden, dass die Doppelresidenz für manche Kinder unter gewissen Voraussetzungen die geeignete Form der Familiengestaltung nach Trennung darstellt, nicht jedoch für alle. So unterschiedlich die Menschen sind,
so verschieden sind auch die individuellen Persönlichkeiten der einzelnen Kinder mit ihren Wünschen und Bedürfnissen nach Kontakt, Sicherheit, Kontinuität, Flexibilität, Anbindung, Spontaneität, Offenheit für Neues, Strukturiertheit sowie die Fähigkeit der Bewältigung dieser Herausforderungen. Darüber hinaus ist der Faktor Zeit nicht der alleinige Gradmesser für eine gelungene Beziehung zwischen Eltern und Kindern. Das Doppelresidenzmodell sollte daher als eine Möglichkeit von mehreren, nicht jedoch als Dogma, verstanden werden.“

link zur KiJA

Ergebnisse der 3. internationalen Konferenz zur gemeinsamen Elternschaft (shared parenting)

Edward Krug fasst die Ergebnisse der Konferenz für „Psychology Today“ am 26.6.2017 zusammen.

Zahlreiche, namhafte Experten nahmen daran Teil und unterstreichen die positiven Auswirkungen der Doppelresidenz auf
*  das kindliche Wohlergehen und
* die Mutter-Kind und die Vater-Kind-Beziehung.

Sie weisen aber auch darauf hin, dass
* das Kinder in Einzelresidenz doppelt so häufig an körperlichen und psychischen Problemen leiden
* mit der Zunahme an Zeit zwischen Eltern auch die Qulität der Beziehung wächst
* das Umzüge und Gate-keeping sich negativ auf die Beziehung des anderen Elternteeiles zum Kind auswirken
* das Kinder, deren Mütter mit dem Umzug Kontakte zum Vater ver-oder behinderten, erhöhte Straffälligkeit, Dorgen und Alkoholmissbrauch zeigten und eine größere Anfälligkeit für Depressionen und Ängste hatten.
* das Eltern-Kind-Entfremdung eine Form des emotionalen Kindesmissbrauchs ist.

Die WisschafterInnen wiesen aber auch darauf hin, dass die professionellen Bemühungen sich mehr darauf konzentrieren sollten Eltern dahingehend zu unterstützen, den Weg zu einer Kooperativen oder Prarellen Elternschaft zu finden, statt einen herauszufinden, der vermeintlich der „Bessere“ ist.

hier zum Artikel.

Kleine Zeitung: Artikel über Doppelresidenz

Wenn Kinder nach der Scheidung ihrer Eltern je zur Hälfte bei Mama und Papa zu Hause sind: Wie können Kinder von der „Doppelresidenz“ profitieren und was müssen Eltern dabei leisten?

Von: Daniela Bachal in der Kleinen Zeitung am 24.Februar 2019

Kleine Zeitung_Teil_1

Kleine Zeitung_Teil_2

Kleine Zeitung_Teil_3

Kleine Zeitung_Teil   4   –   Bericht von Praktizierenden

Erfahrene „Doppelresidenz-Eltern und -Kinder“ breichten von ihren Erfahrungen

Norwegische Studie belegt: Die Doppelresidenz ist das beste Nachscheidungsmodell

Der Standard schreibt am 17.01.2018:

„In Norwegen ist in den letzten zehn Jahren die Zahl der Eltern, die sich nach einer Scheidung für ihre Kinder zwei Zuhause ausgesucht haben, stark angestiegen, wobei das Kind ungefähr genauso viel mit der Mutter wie mit dem Vater lebt. Mehrere internationale Studien zeigen eine Korrelation zwischen dieser Lebensform und weniger psychischen Problemen bei Kindern mit geschiedenen Eltern verglichen mit denen, die überwiegend bei der Mutter oder dem Vater leben. – derstandard.at/2000072401839/Glueckliche-Trennungskinder-haben-zwei-Zuhause“

Hier der link zum Artikel:
derStandard (Word-datei)
oder: direkt über die Website des Standards
Norwegische Studie in derStandard.at

Für die Plattform Doppelresidenz
Pototschnig Anton
Obmann der Plattform Doppelresidenz